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ihm die blutenden Wunden aus. Das arme Thier erholte sich unter dieser Behandlung ungewöhnlich schnell, ja seine von dem Blei der Jäger gemachten Wunden heilten völlig aus, und auf diese Weise erst entdeckte der fromme Ein­siedler die gesegnete Wirkung jener jetzt zu allgemeiner Berühmtheit gelangten Quelle.

In dem unfern dcS Wasserfalles gelegenen Rathhaus­berge haben sich schon zur Zeit der Römer ergiebige Gold­gruben befunden. Sie sind aber in späterer Zeit versiegt, und der Bergbau ist verfallen. Den Grund dazu will man in zwei verschiedenen Sagen suchen, die bis zum heu­tigen Tage im Munde des Volkes sich erhalten haben.

Der Bergbau, der aus den Goldgruben unermeßliche Schätze zu Tage förderte, gehörte zu jener Zeit, die ihrem Versiegen voranging, der Familie Weitmooser und halte dieselbe sehr reich, aber leider auch sehr hoffährtig gemacht. Besonders soll die Weitmooserin eine überaus stolze und hochmüthige Frau gewesen sein, die trotz ihrer aufgehäuf­ten Reichthümer kein Erbarmen, keine Hülse für die leiden­den Mitmenschen gehabt habe. Eines Tages ritt dieselbe auf ihrem goldgezäumten und mit seidenen Decken gezierten Maulthiere durch die Klamm, dem Bergwerke zu, das ihr Geschlecht so reich und mächtig gemacht hatte. Da saß