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ein Bcttelweib am Wege, den die vornehme Fran mit vie­lem Gefolge daher kam, und die nur spärlich mit Lumpen bedeckte, vor Hunger und Elend halb todte Bettlerin warf sich vor ihr nieder, um das Mitleid der Reichen anzuflehen. Sie berührte dabei die purpurne Satteldecke der Weitmoo- serin mit ihren abgemagerten Händen und streifte auch an das prächtige Gewand der Dame. Mit Ekel und Abscheu schlug diese mit ihrer Reitgerte über das Gesicht der Armen und sagte zornig:Wie mag solch erbärmlich Gesinde! sich bis in meine Nähe wagen und die Luft ver- unreinen, die ich einathme! Giebt'ö denn keine Gefäng­nisse mehr, wohin man solch widerliches Volk für alle Zeit aufhebe, und wo kein Strahl der Sonne sie wieder bescheint? Soll denn der Anblick einer so elenden Gestalt

mir den schonen Tag verderben? Fort aus meinen Augen!" Damit wollte sie ihr Maulthicr vorwärts treiben, aber das arme Weib griff verzweiflungsvoll in die Zügel des Thieres und schrie herzzerreißend:O habt Erbarmen, edle Frau ich habe ein hungerndes Kind daheim, es muß verschmachten, wenn Ihr mir nicht helfen wollt. Rettet es, und es soll Euch dankbar sein, so lange es lebt; in Euren Bergwerken soll es dereinst arbeiten und Euch das Gold zu Tage fördern helfen, womit der Himmel Euch gesegnet

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