auf für unser Bergwerk, daS so hübsche Eingeweide hat, und mög's immer ergiebiger werden, wir wollen'S schon verbrauchen."

Der Vorgesetzte war selbst von Wein und Glück zu sehr berauscht, um dem Häuer sein unziemliches und hof- fährtigeS Wesen zu verweisen. Er warf vielmehr die nur halb geleerten Flaschen an die Wände, so daß der edle Wein, der wohl noch manchen Kranken gestärkt und ge­labt hätte, in Strömen am Boden floß. Dann nahm er Mütze und Stock zur Hand und folgte dem Häuer ziem­lich unsicheren Schrittes zu der Stelle, wo der Goldklum­pen zu Tage lag. Die ganze Knappschaft war dort schon versammelt; denn die Kunde von dem reichen Gewinn war schnell bei den Bergleuten herum gekommen, und Männer, Weiber und Kinder drängten sich neugierig herbei. Lauter Jubel scholl daher dem Obersteiger schon von Weitem ent­gegen, und einige von den Bergleuten riefen, indem sie ihn grüßten:

Nun soll Keilhaue und Schlägel eine Zeit lang ruhen, wir wollen uns einmal ungestört freuen und un­sern Reichthum in fröhlichen Festen und Gelagen genießen viele, viele Tage lang. Ein Narr, der jetzt an die Arbeit denkt! Laßt ein Paar Eimer Wein zur Stelle schaffen,

24