ÖJcorg Sürlin lebte vor mehreren hundert Jahren als gar geschickter und frommer Maler in Deutschland; abson­derlich war er ein großer Meister in frommen Schildereien und Heiligenbildern, die er mit besonderer Liebe schaffte und sich nie genug darin thun konnte. Es fehlte ihm auch nicht an Arbeit, denn sein Ruf war weit in die Ferne gedrungen, und es gab wohl wenig große Kirchen im Lande, die nicht ein frommes Bild von Meister Sürlin gehabt hätten.

Einstmals, als der Meister fleißig arbeitend an seiner Staffelei saß, kamen einige Mönche als Abgesandte des Klosters Blaubeuren in der Schweiz und fragten ihn, ob er wohl ein großes und schönes Altarbild für ihr Kloster malen wollte? Es solle aber nicht aus Leinwand oder Holz, sondern auf das Mauerwerk gemalt werden, daraus der Altar bestand, und Georg Sürlin mußte sich daher zu der weiten Reise rüsten, wenn er den Auftrag annehmen

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