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wollte. Dazu entschied er sich denn auch, nicht um des großen Lohnes willen, den der Abt dcS Klosters von Blau- bcurcn ihm verheißen ließ; sondern weil der Meister sich sreute, daß jener die edle Malerkunst so hoch halte und aus so weiter Ferne nach ihm schicke, und er beschloß, all seine Kräfte diesem Bilde zu widmen. Schon auf dem Wege nach der Schweiz entwarf er die Skizzen dazu und ver­sprach den Mönchen, daß er ein Bild zu licfem gedenke, wie bisher noch keines unter seinem Pinsel hervor gegan­gen sei.

Der Abt empsing den Meister mit offenen Armen, führte ihn selbst in ein hohes, geräumiges Zimmer, vor dessen Fenstern sich die prachtvollste Aussicht ausbreitete, und verließ deit müden Gast nur, damit er sich von der Reise ausruhe, rim sobald als möglich an die große Ar­beit zu gehen. Alles, was nur dazu dienen konnte, dem Künstler den Aufenthalt im Kloster Blaubeuren angenehm zu machen, ward von den Mönchen aufgeboten: sie hielten einen geschickten Koch, der ihre Tafel mit den ausgesuchte­sten Speisen versorgte, auch verstanden sich die ehrwürdi­gen Väter auf ein gutes Glas Wein und hielten manche alte mit Schimmel bedeckte Flasche in ihrem Keller, die dem Meister trefflich mundete.