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Hielte Volk aber staunte das schöne Gemälde an und pries den Meister, der eS geschaffen.

Da trat nach der Messe der Abt zu diesem und sagte: Meister! Ihr habt uns ein gar köstlich Werk Eurer gro­ßen Kunst gegeben und haltet es selbst sür Euer Meister­stück. Hat diese Arbeit aber Euren innern Bilderreichthum erschöpft, oder getraut Ihr Euch wohl noch eine größere, schönere Schildcrei hervorzubringen? Gebt mir eine ehr­liche Antwort auf meine Frage, Meister Sürlin!"

Der Maler, der nicht anders dachte, als daß der Abt ihm noch einen neuen Auftrag geben wollte, und wie ein ächter Künstler an dem vollbrachten großen Werke Muth unv Freudigkeit zu immer neuem Schaffen und Streben gesunden hatte, sagte ohne Bedenken: daß er sich wohl getraue, dies zu versprechen, denn die Kunst sei ein unver­siegbarer Brunnen, der immer neue frische Wellen an'e Licht bringe, je mehr man daraus schöpfe. Und es dränge ihn fast, Gott den Herrn in einem noch größeren und voll- kommneren Werke dankbar zu ehren, daß er ihm so mäch­tig geholfen bei der Arbeit an dem nun fertigen Altar.

Diese Worte hörte der Abt aber mit großem Miß­fallen, denn er hatte eS keineswegs im Sinn, dem Mei­ster eine neue Arbeit aufzutragen, sondern er wollte, daß