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Auch diesmal brach schon ein lichter Streif der Morgenröthe durch die Fenster seines Gemaches, die Lampe verlosch, und Meister Falkner hielt noch immer den Zeichen- stift in der Hand, mit dem er seine Entwürfe aufgezeichnet, aber sie alle wieder verworfen hatte.
Da pochte es leise an seine Thür, und herein trat ein junger Gesell, stark und rüstig, aber doch von wunderbarer Schönheit und einer vollendet schönen Gestalt. Er hielt sein Barett ehrerbietig in der Hand und fragte mit einer überaus wohllautenden Stimme: ob Meister Falkner wohl einen Gesellen brauchen könne?
Der Alte sah ihn lange Zeit schweigend mit seinen durchdringenden Augen an; es schien ihm wunderbar, zu so früher Stunde einen arbeitsuchenden Gesellen bei sich eintreten zu sehen, — aber je länger er den Jüngling betrachtete, je mehr ging ihm das Herz auf, und mit einem Male schwand der Nebel vor seinen Sinnen, — wornach er so lange vergeblich gesucht hatte, das stand nun plötzlich fest und klar vor seiner Seele. Er sah den ganzen prachtvollen Bau des Domes im Geiste vor sich stehen und entwarf rasch mit sicherer und geübter Hand die einzelnen Nisse des großartigen Planes. Als er das Ganze mit frohem Blick und dankbaren Herzens übersah, bemerkte

