Natürlich waren außer Angelo auch noch viele andre fremde Gesellen zu dem Bau gedungen worden; alle hingen mit großer Liebe an Angelo und arbeiteten um ein freundlich Wort von ihm oft noch spät nach dem Feierabende. Denn der alte Meister, der immer fürchtete, die Vollendung seines Werkes nicht mehr zu erleben, trieb zur Eile und ward darin von dem jungen Gesellen sehr unterstützt. Natürlich gewann Octavian Falkner Angelo darum immer lieber und vertraute ihm die Ausführung manches Auftrages, den der Meister sonst nur dem Altgesellen zu überlassen pflegte.
Dieser, Pedro mit Namen, war ein Mensch von sehr abschreckendem Aeußcrn; sein struppiges Bart- und Haupthaar war roth, seine kleinen grauen Augen lagen tief unter einer scharf vorgebauten Stirn, und ein boshafter Ausdruck seines unschönen Gesichtes machte dasselbe noch besonders widerwärtig. Der Meister konnte selbst kein rechtes Zutrauen zu ihm fassen und hätte die Oberaufsicht der Arbeiter und Gesellen viel lieber dem Angelo überlassen, wäre dieser nicht noch so jung gewesen.
Das bemerkte Pedro gar wohl und verfolgte von Stund an den jungen Burschen mit Haß und Neid. Wo er ihm schaden und seinen guten Absichten hinderlich sein
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