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vor der Kirche gekommen war; seine kostbare Rüstung erklang, seine Sporen klirrten auf den steinernen Fließen, und die Sonne glänzte auf den breiten Gliedern der gold- nen Gnadcnkettc, daran des Landesfürsten Bildniß hing. — Als er sich an die Stufen des Altars stellte, um das heilige Mahl zu nehmen, mußte der Priester ihn mehrnials bedeuten, daß er zuvor niederknien müsse, um die Hostie zu empfangen. Als aber einige Landleute sich zugleich mit dem stolzen Pfleger dem Hochaltar näherten, winkte er ihnen gebieterisch mit der Hand, daß sie so lange fern bleiben sollten, wie er davor kniee; — und kopfschüttelnd zogen sich jene zurück, hoffend, daß sie vor Gott ihrem höchsten Herrn nicht schlechter wären als Herr Milser.
Nun reichte der Priester dem Knieenden die Hostie, aber wie sehr erschrak er, als der Pfleger zornig auffuhr: „Wie? Haltet ihr mich denn für Einen aus dem gemeinen Volk, daß Ihr mir die kleine Hostie reicht, wie sie jeder meiner Bauern empfängt? Besinnt Euch besser, ehrwürdiger Vater, und holt die große Hostie herbei, wie ihr Priester sie nehmt; ich dünke mich nicht schlechter als ihr!"
Ueber diese stolze und vermessene Rede entsetzte sich der Priester nicht wenig, da aber der Pfleger ein mächtiger und vornehmer Mann war, mit dem er es nicht ver-

