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derben wollte, ging er und holte eine große Hostie herbei, wie sie nach dem Gesetz nur die Priester bekommen dürfen. Schreck und Bestürzung hatten den Priester so verwirrt, daß er im Augenblick keinen andern Ausweg wußte, als dem hochmüthigen Manne zu willfahren.
Aber Gott wollte den Frevel nicht ungestraft lassen. ^ Ehe der Leib des Herrn die Lippen Milsers berührt hatte, wankte der Boden plötzlich unter seinen Füßen und der Pfandherr versank bis an die Knie in die Erde. — Bleich, als läge er schon auf dem Stechbrett, wie die Bauern es zuvor von ihm gesagt hatten, streckte er entsetzt und angstvoll die Hände aus, um sich fest zu halten, und erreichte glücklich den Altar. Dahinein drückten sich seine Finger tief, als wäre der Stein, daraus jener gebaut, nur weiches Wachs; — und noch zur heutigen Stunde kann man dies Wunder in der Kapelle von Seefeld erblicken.
Bor dieser schnellen Strafe übermüthigen Frevels er- starrete selbst der Priester wie eine leblose Bildsäule und blieb mit ausgestrecktem Arm, darin er noch immer die Hostie hielt, aus den Stufen des Altars regungslos stehen.
Da sprangen einige beherzte und starke Männer, die der Psieger zuvor auö seiner Nähe fortgewiesen hatte, eilig herbei, umfaßten den Sinkenden mit ihren Armen und ver-

