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um Pflanzen zu uchen, oder eS war eben Zeit, die Kla­vierübungen vorzunehmen. Damit täuschte der Knabe die arglose Mutter leicht, um so mehr, als er ihr immer die größte Zärtlichkeit und Liebe bewies, wenn er in ihre Nähe kam; ja die Gräfin freute sich sogar der regen Lernbegier ihres Sohnes und ward in dem Glauben an dieselbe durch die Zeugnisse des Hauslehrers immer mehr bestärkt, der sich stets mit der größten Zufriedenheit über seinen Zögling auSsprach.

Aber es stand leider nicht so gut mit unserm Theo- bald. Er war trotz mancher guten Anlage in Gefahr, ein trotziger, unfolgsamer Knabe zu werden, der, was das Schlimmste ist, sich die Lüge angewöhnt hatte, diesen größten und verabscheuungswerthesten Fehler, den ein Kind nur haben kann. Freilich trug die Gewissenlosigkeit seines Hauslehrers auch einen großen Theil der Schuld, denn um der kranken Gräfin jeden Aerger, jede ihrer Gesund­heit möglicher Weise schädliche Aufregung zu ersparen, verschwieg er ihr Theobalds Fehler und Unarten, und wußte dieselben so viel als möglich zu entschuldigen und zu beschönigen.

Die freie, unabhängige Stellung, welche Theobalds Lehrer, Herr Friedrici, im Hause der Gräfin Alvensberg