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regieren wolle, und er befahl dem Reitknecht, den Zügel loszulassen. Natürlich leistete ihm dieser jetzt entschiedenen Widerstand, was Theobald so erzürnte, daß er mit dem silberübersponnenem Stiele der Reitpeitsche so heftig über die Hand deö Dieners schlug, daß dieser vor Schmerz und Ueberraschung das Riemenzeug losließ. Diesen Augenblick benutzte Theobald, um auch dem Pferde einen leichten Schlag zu geben und ziemlich rasch durch das offene Hofthor den Weg nach dem Walde hinzureiten. Erschrocken sprang der Reitknecht ihm nach, denn obgleich daS Pferd sonst ziemlich sanft und ruhig war, konnte der schwache, unbesonnene Knabe eS doch nicht richtig leiten.
Aber gerade seine hastige Verfolgung, sein ängstliches Rufen erschreckte das Pferd, und da es bald inne wurde, daß sein Reiter es nicht zu führen verstand, flog es mit Blitzesschnelle dem Walde zu. Anfänglich machte der rasche Ritt dem wilden Knaben daS größte Vergnügen, aber er verlor bald genug das Gleichgewicht und hielt sich furchtsam an den Sattelknopf, indem er die Zügel fallen ließ. Nun stieg die Gefahr mit jeder Minute für den unbeson- tlenen Reiter; die Baumzweige, zwischen denen daS Pferd hinsauste, schlugen demselben in die Flanken und vermehrten seine Wildheit. Immer schmäler und steiler ward jetzt der

