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Verweis gegeben hatten, empfing er doch fast in jedem Augenblicke eine herbe Lehre. Machte denn der Zufall gemeinschaftliche Sache mit seinem Lehrer? Nein, Herr Ubert hatte nur den Grundsatz, die Fehler seiner Zöglinge durch Erfahrungen zu heilen, die er sie machen ließ, und kam damit weiter, als mit Ermahnungen und Bestrafungen.
Unser Theobald bekam in Folge seiner nächtlichen Wanderung einen starken Fieberanfall und mußte mehrere Tage das Bett hüten. Ach wie sehnte er sich jetzt nach seiner Mutter, und während er alle Zeit hatte, seinem Unrechte gegen dieselbe nachzudenken, erkannte er, daß er sie früher wirklich nicht auf die rechte Weise lieb gehabt habe, denn jetzt hätte er das Schwerste thun mögen, um sie nur ein einziges Mal zu sehen. — Da der Arzt nicht sogleich wußte, ob nicht eine AuSschlagskrankheit nachkommen könne, durfte keiner der Knaben zu ihm gelassen werden. Sein Bett stand richtig in des Pastors Schlafstube, und Frau Ubert pflegte den Kranken. Nur Emmo, der alle Kinderkrankheiten schon gehabt hatte, besuchte ihn fleißig in den Freistunden, und, von der Langenweile gequält, bat Theobald selbst seinen kleinen Freund, ihm jetzt doch das bewußte Mährchen zu erzählen. Der ließ sich auch gar nicht lange dazu bitten, sondern fing sogleich an:

