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Bom Marienblümchen, das einmal einen eigenen Willen hat haben wollen."

Du kennst wohl auch das kleine weiße Marienblüm­chen, daS auf jedem Rasenplatze, in jedem Feldrain wächst? Wir hcißen's gemeinhin nur daS Gänseblümchen. Es ist ein kleines neugieriges Ding, daS gleich zuerst auf dem Platze ist, wenn der Frühling kommt, und da auch auf der Stelle mit allen Käfern, Bienen und Schmetterlingen Be­kanntschaft macht. Auch geht es nicht eher von bannen, bis alle Böge! auf und davon sind, die Sperlinge ausge­nommen, und bis auf Feld und Wiese nichts Hübsches mehr zu sehen ist. Manchmal wartet's gar so lange, bis der erste Schnee fällt, und hat sich dabei schon einmal die Nase erfroren; das kann man ganz gut an den rothen Blattspitzen der kleinen neugierigen Person bemerken, ob­gleich sie sich immer mit Maithau wäscht, um's nur wieder los gu werden.

Solch' ein gutes, einfältiges Ding stand schon lange Jahre, ganz ergeben in sei» unbedeutendes Schicksal, auf einer Wiese, und hatte sich gutmüthig d'rein gefunden, daß es nun einmal nicht so schön sei, wie die Rose, und nicht so volle rothe Wangen habe, wie die Päonie. Wenn die Kinder auf der Wiese herum sprangen, so traten sie'S oft