Christkind chen.

Es war Christabend, und weit umher war die Erde von den herabgefallcnen Schneeflocken bedeckt und die eben untergehende Sonne schien vom blauen, stillen Him­mel herab durch die gefrornen Fenster, und die Strahlen spielten mit der freundlichen Flamme, die im Ofen flak- kerte.

Da schlich still vom Fenster weg, mit leisem Tritte verstohlen an den Wänden hinschlüpfend, die kleine Ma­ria, und unversehens sprang sie dann jauchzend hervor, und warf sich in den Schooß der scherzhaft aufschrecken­den Mutter, und wie diese lächelnd den Kopf zu der Kleinen herabbog, umklammerte sie ihr eilig den Hals mit der rechten Hand, und mit der linken auf die hin­gehaltenen Knieen gestützt, kletterte sie emsig heran, und als sie schwebend und wiegend oben auf knieete, da lä­chelte sie kindlich froh der Mutter tief in die Augen, und hing liebkosend und schmeichelnd an ihrem Halse. Dann streichelte sie ihr die Wangen und bat:Erzähl' vorn