Auge, weil sie an Mariens Brüderchen dachte. Das sah das Kind und sagte:
„Du mußt nicht weinen, lieb' Mutter; wenn ich einschlafe und wenn Christkindchen zu mir kömmt, dann will ich's recht bitten und zu ihm sagen, daß du Brüderchen so lieb hast, und weinst, weil's weggeflogen ist, und dann muß Christkindchen auch weinen und wird dich bedauern, und Brüderchen darf dann wieder kommen und du nimmst uns alle beide auf den Schooß, und hast uns alle beide lieb."
So sprachen sie noch lange fort, bis das Kind sein Köpfchen auf die Schulter der Mutter senkte und ein- schief.
Und nun wurde sein Gesichtchen bald heiter, bald betrübt; bald schien es sich verbergen zu wollen, bald streckte es die Händchen aus, als wenn es nach Etwas reichen wollte, und schmiegte sich dann wieder fester an die Mutter und lächelte. Denn ihm träumte es sei in einem wunderschönen Garten. Der Boden war mit Blumen bedeckt, in jeder Tulpe waren kleine, kleine Vögel

