Klemwelke erzählt; die dortigen Missionskinderanstalten veranlas­sen uns aber, in diesem und dem folgenden Aufsatz unsere jungen Leser noch näher mit diesem Orte bekannt zu machen.

Kleinwelke liegt in der Gegend, wo noch die Ueberreste des slavischen Völkerstamms der Wenden ihren Sitz haben. Diese wurden von Karl dem Großen vor etwa tausend Jahren unter­jocht, nachdem er die Sachsen besiegt hatte. Daß es den Siegern Muhe gekostet haben muß, dieses Volk im Zaum zu halten, be­weisen die vielen kegelförmigen Hügel, die man in der Lausitz bemerkt, und die den Eroberern als Schanzen gedient zu haben schienen. Aehnliche Schanzen findet man in großer Menge in England und Irland, deren Bau man den Normännern zuschreibt. Ein solcher Hügel, die sogenannteWiwalze, ist ganz nahebei Kleinwelke. Man hat von dort eine herrliche Aussicht, zumal nach dem Grenzgebirg, das die Ober-Lausitz von Böhmen trennt.

XI.

Entstehung und Lage von Kteinwelke.

Wir haben in unserm ersten Theile schon allerhand von