37

Hr. R. redte nun mit dem Kapitän ab, daß er ihn zu ihm senden solle. TagcS darauf kam er. Es war ein hübscher Knabe. Als er in das Zimmer trat, grüßte er sehr höflich.

Sage mir doch, sagte Hr. R., wie lange her ist eS, daß du wünschest, ein Christ zu werden?

Es sind bereits zwei Jahre, antwortete William, daß ich in Nordamerika eine gar schöne Predigt hörte; Gott schlug da­mals an mein Herz, und seit der Zeit ist dieser Wunsch in mir erwacht.

Hr. R. Wo stammst du denn eigentlich her, William?

W. Ich stamme aus Guinea. Ich war noch ein ganz klei­ner Knabe, als ich gefangen genommen, und an die Weißen verkauft wurde.

Hr. R. Wie ist eS denn dabei zugegangen?

W. Ich ging eines Tages auS unserm Hause an den See­strand , um Muscheln zu suchen. Und als ich gerade im Be­griffe war, einige aufzulesen, da kamen drei Menschen in einem Boote auf mich zu gerudert, und packten mich augenblicklich. Ich erhob ein Geschrei, aber alles war umsonst; ich mußte mit ihnen fort. Und so bin ich von Vater und Mutter weggekom­men , und habe sie nie wieder gesehen.

Hr. R. Aber wo haben dich denn die Menschen hingebracht?