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pitain wird gehangen. Doch geben sich die dänischen Schiffe wenig Mühe solche Sklavenschiffe aufzubringen; gewöhnlich kom­men ihnen die Engländer darin zuvor. Während meines Aufent­halts in St. Croir wurden 2 solcher Schiffe von ihnen genom­men, eins davon ganz nahe bei der Insel. Der englische Ka- pitain ging mit seiner Prise bei Friedrichsstedt vor Anker. Es waren etwa 250 Neger an Bord, meist Kinder und Jünglinge; ich glaube, man hat sie nach Tortola gebracht, wo eine Kolo­nie von Negern, welche auf diese Weise befreit wurden, ange­legt worden ist und wo sie, so viel ich weiß, auch eine Schule für die Kinder haben.

In Friedrichsstedt intcressirte mich am meisten eine Kleinkin­derschule für freie farbige Kinder; sie wird von einer sehr talent­vollen und christlichen Dame geleitet, welche früher eine Jüdin war. Die Schule zählt etwa 130 Kinder, unter denen auch ei­nige weiße sind. Nicht nur haben viele dieser Kleinen sehr gute Fortschritte im Lesen und in der Bibelkenntniß gemacht, sondern ihre Aufmerksamkeit und die Ordnung in der Schule waren in der That musterhaft. Doch gab es auch Einige unter ihnen, die mit einer Lesetasel in der Hand an einem besondern Platz sitzen mußten, und denen man es schon ansah, daß ihre Lage keine erfreuliche sei. Die Lehrerin eraminirte darüber, wie Kin­der, die den HErrn Jesum kennen und Ihm gefallen wollen, sich

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