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nicht, was er bitte. Augenblicklich ließ die Heftigkeit der Zufälle nach, und sie lag in einem Zustande, den man nicht mehr für gefährlich hielt, bis am 1. Dezember ihre Mutter nach Haufe zurückkam. Nun stellten die bedenklichen Kennzeichen sich wieder ein. Uebrigens war sie immerfort geduldig; und wenn sie etwas zu ihrer Labung begehrte, so geschah es allemal mit den Worten: Ich bitte herzlich!
Am 2. Dezember sehr früh trat ihr Vater an ihr Vettlein. Da nahm die Kleine seine Hand, und legte sie auf ihr kleines Haupt. Der Graf ertheilte ihr den letzten Segen, indem er betete u. sprach:
Meine Seele opfert Dir Diese hier,
Und in brennendem Verlangen,
Deine Salbung zu empfangen,
Oeffnet sich des Geistes Thür.
Bei den letzten Worten lächelte sie ihn noch freundlich an, und gleich darauf entflog ihre kleine Seele in Jesu Arm und Schooß, nachdem sie zwei Jahre und sechs Wochen in der Hütte gewallt hatte.
Anna Theresia von Zinzendorf ward geboren den 7. April 1734. Auch sie war von ihrer Wiege an ein besonderes Kind; sie hatte ein sehr gehorsames Wesen, und eine schnelle Fassungskraft. Doch konnte sie im fünften Jahre nicht besser

