143

XVII.

Pas Kin-erlebeil und andere Merkwürdigkeiten vam Kaplande.

Ein Hottentotte sagte vor etwa 20 Jahren zum seligen Missionar Hallbeck: Er soll doch zu ihm kommen, er habe einen kleinen Pavian, der werde ihm viele Freude machen. Der Missionar ging hin, und hoffte sür sein kleines Natu- ralicnkabinet einen erfreulichen Erwerb zu machen. Aber wie er. staunte er, als er statt dcö Affen ein Knäbchen im Hause er­blickte. Er vernahm nun erst, daß die Hottentotten die Ge­wohnheit haben, ihre kleinen Kinder Paviane zu nennen, und bemühte sich sofort diese unanständige Benennung abzuschaffen.

Die Kinder der heidnischen Hottentotten sind bis inS achte Jahr meist ohne Kleidung. Die Missionare sind aber sehr dar­auf bedacht, darin eine bessere Ordnung einzuführen. In Schule und Kirche dürfen die Kleinen nicht anders als in einem Hemd oder vielmehr einem Kittel erscheinen.

Ihre erste Nahrung ist nebst der Muttermilch sogenannte Ka- labassenmilch, daö heißt Kuhmilch, die in den Kalabassen