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Ihre Herrschaft hatte ihr aber erlaubt, einmal in die Stadt zu gehen, um eine Predigt zu hören. Sie hatte nämlich von einem durchreisenden Neger etwas von dem Worte Gottes vernommen , und das hatte einen tiefen Eindruck auf sie gemacht. Sie brachte auch ihre Tochter mit sich, und man sah eS beiden an, daß eS ihnen Ernst fei, sich zu bekehren. Beide erhielten auch in der Folge die H. Taufe. Die Mutter starb nach einigen Jahren selig und vergnügt. Die Tochter aber lebt noch, und ist auf ihrer Plantage, wo sich seitdem daS Wort GotteS auch ausgebreitet hat, eine der brauchbarsten Helferinnen unter ihrem Geschlecht. Sie ist eine treue, liebe Seele, der eS auf der Stirne angeschrieben steht, daß sie ein Kind GotteS ist.
Daß eS aber auch solche Seelen gibt, an welchen das Wort GotteS abprallt, und die hart bleiben , wie ein Stein, davon will ich Euch auch ein Beispiel erzählen.
Einmal wurden wir auf eine Plantage berufen, weil die Herrschaft kürzlich Erlaubniß gegeben hatte, daß ihren Negern das Evangelium dürfe verkündigt werden, und nun der Anfang damit gemacht werden sollte. Ehe der Gottesdienst anging, wendete ich mich mit meiner Frau in einige Hütten, um die Neger einzuladen, daß sie sich doch ja einfinden möchten, um zu hören, was ich ihnen zu sagen hätte. Da kamen wir denn auch zu einer Frau, die schon hoch in den Achtzigen war, aber für ihr

