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und peitschte sich damit, nahm auch welche mit nach Hause, um es daheim wiederholen zu können. Etliche Male geschah cS, daß sie des Nachts von Furcht angewandelt wurde, wenn sie auf einem Gang allein ging. Darauf sagte sie: „Ei, waS soll das heißen? Ich muß meine Furcht überwinden! " Nun ging sie sogleich ohne Licht an den Ort, und stellte sich so lange hin, bis sie fühlte, daß die Furcht überwunden war. So gewöhnte sie sich auch große Schmerzen mit vieler Geduld und Standhaf- haftigkcit auszuhalten. Einmal mußte ihr ein böser Finger aufgeschnitten werden, welches nicht ohne empfindliches Wehthun geschehen konnte. Hernach fragte man sie. ob eS sie nicht geschmerzt habe? Sie antwortete sehr vergnügt: „mein Herz ist dabei auf daö Leiden deö Heilandes gerichtet gewesen, und ich habe gedacht: Thue du immer weh! ES macht lange nicht so viel aus, als der Heiland gelitten hat." Einst wurden die Kinder beim Spazierengehen gefragt: „ Wenn wir auch einmal um des Evangeliums willen verjagt werden sollten; wie würde eS da bei euch aussehen?" Da antwortete sie mit großer Freudigkeit : „ Wenn cS doch nur heut geschähe! Und wenn es auch zum Tode ginge, so wollte ich mich recht freuen."
Etliche Wochen vor ihrem Ende nahm man an ihr wahr, daß ihr Gemüth sehr viel auf das Sterben gerichtet war. Die letzten Tage, ehe sie bettlägerig wurde, sang sie beständig:
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