wuchs die Besorgniß vor den Kapern. Und dennoch bewog die glückliche Fahrt den Kapitän zu einem Entschluß, durch den er eine große Verantwortlichkeit auf sich lud. Die sämmtlichen Kauf­fahrer hatten nämlich den Befehl, falls sie durch einen Sturm von den Kriegsschiffen getrennt würden, sich in Barbados wieder zu sammeln. Der Kapitän aber, von dem Verlangen ge­trieben, den Ort seiner Bestimmung recht bald zu erreichen, wagte , seinen Lauf nördlicher zu nehmen, und gerade nach St. Tho­mas zu steuern. Immer saß aber er oder der Steuermann oben im Mastkorbe, und lauerte, ob sich kein Schiff zeige.

Eines Tages (der Tag wird nicht gemeldet), als wir uns schon ganz nahe bei St. Thomas befanden, und am Mittagessen in der Kajüte saßen, schrie Plötzlich der Steuermann dem Kapi­tän von oben herab einige Worte zu. Der Kapitän erschrack; der Steuermann kam mit leichcnblassem Gesicht herunter. Der Kapitän stieg hinauf und überzeugte sich bald, daß die Besorg­niß seines Gehülfen ganz gegründet sei, und daß ein Kaper sich nahe. UnS verging bei dieser Nachricht augenblicklich aller Appetit.

Das Erste, was der Kapitän vornahm, war natürlich, sei­nen Lauf zu ändern und nach Süden zu steuern. An'S Entrinnen ist aber nicht zu denken, wenn ein Kauffahrer einmal von einem

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Als wir in den westindischen Gewässer» angelangt waren,