Damit aber war sein Freund nicht zufrieden, sondern führte ihn immer weiter und weiter, und ob Benjamin auch oft schauderte, wenn er einen Rückblick auf sein Leben warf— er konnte nicht mehr anders, denn sein Freund hatte ihn zu eng umgarnt.
Da geschah es einstmals, daß er in eine Kirche ging und an einem Altar ein junges Mädchen von außerordentlicher Schönheit erblickte. Das junge Mädchen war die Braut eines andern jungen Malers, der so fromm und rein malte, wie ehmals Benjamin.
Benjamin entbrannte in heftiger Liebe für das schöne Mädchen, und hätte sie gern selbst geheirathet. — Als das sein Freund merkte — meinte er: „Es dürfe nicht so unmöglich sein, Bcnjamin's Wunsch zu erfüllen, da er weit schöner wäre, als gedachter junger Maler. Nur müsse er Muth haben, und sich vor einer kleinen Sünde nicht scheuen."
. Und Benjamin in seiner Verblendung scheute sich nicht, sondern verfolgte das schöne Mädchen mit Geschenken und zärtlichen Blicken so lange, bis sie ihrem Bräutigam ihr Gelübde brach.
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