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An einem schönen Frühlingsabcnd gelangte er endlich an das Ziel seiner Reise» das liebe Dörfchen, wo sein Christusbild in der Kirche hing. Als der Kirchthurm zuerst hinter dem Erlenwäldchen sichtbar ward» sank er auf die Knie und weinte und dankte Gott, der ihn bis hierher geführt hatte, dann stand er auf und wanderte, während die Abendglocke läutete, inS Dörfchen.

Sein erster Gang war nach dem Kirchhofe die Kirchthür war offen, und er trat ins Gotteshaus.

Da stand er nun nach zehn Jahren wie­der! zwar selbst noch ein Jüngling den Jahren nach, aber schon am Ziel seiner irdischen Lauft bahn. Da stand er jetzt vor dem Grabe seiner Mutter, das bald auch ihn umfangen sollte.

Gegenüber aber hing sein Christusbild eben von den Strahlen der sinkenden Sonne magisch beleuchtet, und Benjamin fühlte es, daß er wohl Kunstreicheres, aber nie Besseres wieder ge­malt habe, als eben dies Bild, und er neigte demüthig sein Haupt und sprach:Wohlan! ich