Ehrfurcht zollen- Die Weisen setzten bald ihre Reise fort, und fanden in Bethlehem das Ziel derselben. Sie bewiesen Jesu die höchste Ehrer­bietung und überhäuften ihn und seine Mutter mit kostbare» Geschenken. Nach einiger Zeit kehrten sie wieder in ihre Heimath zurück. Das Versprechen, welches sie dem HerodcS gaben, blieb indessen unerfüllt, denn Gott verbot ihnen im Traume, dessen Ausführung. Als der König sich gerauscht sah, ergrimmte er und suchte auf einem andern Weg seinen Zweck zu erreichen. Der Tyrann ertheilte den grausamen Befehl, alle Knäblein, welche nach seiner Rechnung im Alter Jesu standen, zu tödtcn. Da war nun Trauer und Wehklage» im jüdischen Lande und mancher zärtlichen Mutter blutete das Herz als sie ihres Lieblings auf eine so schreckliche Art beraubt wurde. Doch Jesus entging diesem Geschick. In jener Zeit, wo die Menschen weit mehr an Träume und Aussagungen glaubten, als eS unter uns der Fall ist, bediente sich oft der liebe Gott selbst dieses Mittels, seinen Willen kund zu thun. Auf diese Art gab er auch Joseph, kurz vor dem gräßlichen Blutbad, den Befehl, daß er mit Weib und Kind nach Egypten ziehen sollte; es geschah und der Knabe war geborgen. Erst nach ei­nigen Jahren, als der Despot gestorben war, begab sich Joseph mit seiner Familie wieder nach