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riete mich die Matrone, entzückt küßte mir Röschen die Hand. — Erstere sagte: o wer bei unserm Herrn Pfarrer in der Christenlehre unterrichtet wird, und doch sündigt, der ist doppelt strafbar, denn so wie er, versteht es keiner zu unterrichten, zu erbauen und zu rühren; doch mein Röschen ist ein aufmerksames, ein braves Kind, sie behält das Wort in Herzen und läßt es Früchte tragen. Aber Mädchen! fuhr sie fort, spute dich, und leere die Schüsseln, wir wollen die Jungfer nicht länger aushalten. Behende vollzog die Enkelin den Auftrag und die Alte sprach schmunzelnd: Wie dies duftet, wie will ich . mich erquicken! auf unserer Frau Pfarrerin muß Gottes Segen ruhen, sie verdient es an den Armen; ich möchte ihr so gerne die vielen mir erwiesenen Wohlthaten vergelten, allein ick kann nichts thun, als beten, fleißig beten für sie und alle ihre Angehörigen. Auch für sie, flüsterte Röschen, und indem sie mich bis vor die Thüre begleitete, sagte sie schüchtern: das Kreutzckcn ist mir das Liebste, was ich habe; wenn ich zum Tisch des Herrn gehe, werde ich mich damit schmücken, und dankbar an meine Wohlthäterin denken.—Doch dies geschah nicht allein an jenem Tage, nein, so lange ich in Kirchheim war, bewies sie mir ihre Erkenntlichkeit; von ihr erhielt ich die ersten Veilchen, die schönsten Erdbeeren, und während des

