33

die Schulkinder iit ihren und der Eltern Namen dem würdigen Seelsorger Beweise der Liebe und Verehrung. Festlich gekleidet, ihren Lehrer an der Spitze, zogen sie paarweise inS Zimmer. Der zuerst eintretende Knabe reichte dem Pfarrer einen sauber geschriebenen Glückwunsch dar, wel­chen das älteste Mädchen, seine Gefährtin, rich­tig und deutlich vortrug, dann folgten die üb­rigen Kinder, und übergaben die Geschenke, die in Erzeugnissen der Landwirthschaft, als Eier, Schmalz, Schinken, Flachs, Obst, u. s. w. be­standen. Gerührt umarmte Vater Kronenfeld den wackern Schnllehrer, der die ganze Feier­lichkeit geleitet hatte, freundlich dankte er den Kleinen, und sprach herzliche ermunternde Worte zu ihnen, während die, in das Geheimniß ein­geweihte Hausfrau, mehrere große, zu diesen» Zwecke gebackene Kuchen zerschnitt, und uns an­wies, die Stücke zu vertheilen. Herrlich mun­dete den Kindern die seltene Speise, doch betru­gen sie sich sehr bescheiden und gesittet.

Nach einiger Zeit ging der ganze Zug m die Kirche, und vereint mit diesen guten Men­schen, erflehten wir im Tempel deö Herrn, Heil und Segrn für die neueröffnete Bahn. Den Nachmittag verlebten wir höchst angenehm. Nach eingenommener Mahlzeit nahmen die ganze Fa­milie, zu der auch mein Vater lind ich gezählt

3