Arme» etwas mittheilte, und der das, ohnehin schon leichte Geldstück, mit trüben Blick in der Hand wog, unö einigemale mit einem noch werth- loseren vertauschte; ihm folgten noch mehrere Leute, alle gaben; jedoch jedes mit verschiedenen Empfindungen. Endlich erschien eins arme Witt­we, und schob schüchtern eine kleine Münze un­ter die andern Gaben. Der Heiland, ihre Vcr- mögcnslosigkeit, so wie ihren hohen Wohlthätig, kcitssinn erkennend, rief gerührt aus: «Wahrlich! diese hat mehr als ihr Alle gespendet, denn nicht was man giebt, sondern wie man giebt, das gilt vor Gott, dem Herrn.«

Während Jesus den Verfolgungen seiner Feinde ausgesetzt war, hatte auch der edle Glau- bcnsheld, Jöhannes der Täufer, das gottgchei- ligte Leben ausgehaucht. Seine Freimüthigkeit, mit der er in jedem Verhältnisse sprach, hatte ihm in der Gattin des Königs Herodes, eine mächtige Gegnerin geschaffen; sie konnte jedoch durch vieles Zureden und dringende Bitten nur die Gefangen n e hmung des Propheten erlan­gen ; denn ihm das Leben zu nehmen, daran hin- derte dem Könige theils die eigene Ehrfurcht vor Johannes, theils die Scheu vor dem Volke. He« rodias mußte also auf anderm Wege ihren Zweck den Untergang des Frommen, zu er­reichen suchen, und leider gelang dies der listi-

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