von seinem hochverehrten Herrn anzunehmen; nachdem ihm jedoch Jesus versichert hatte: «wenn Du dich nicht in meinem Willen fügest, so hast Du keinen Theil an mir;» da rief er aus der Fülle seines liebenden Gemüthes; «ja wenn Du es so ineinst, dann wasche mir nicht allein die Füße, sondern den ganzen Körper.« Nach Voll­ziehung der eben beschriebenen Handlung, ermähnte der Messias seine Jünger, immer derselben zu gedenken, und in Demuth und Liebe, frei von Hochmuth und Eigendünkel, die Bahn ihres zu­künftigen Lebens zu wandeln, und wehmüthig im Kreise umherblickend fuhr er fort: «nun seid ihr rein, doch nicht Alle dem Herzen nach; nein, einer unter euch hegt schwarze Gedanken; einer, der sich mein Freund nennt, wird mich verra­then. Zwar ist mein Tod im Rathschlusse Got­tes bestimmt, aber wehe dem, der sich zum Werk­zeuge der Bosheit gebrauchen läßt!» Die Schü­ler, welche nicht begreifen konnten, wie einer von ihnen solcher That fähig seyn könnte, blick­ten einander bekümmert an, und Johannes, der Liebling des Göttlichen, der ihm zunächst war, fragte ihn auf den Wink, den Petrus ihm gab, leise: «Herr, wer ist's?» Da antwortete Je­ner, indem er Judas eine Schnitte in Wein ge­tauchtes Brod reichte: «Der ist's, der mich ver­räth!» und zu dem, in dumpfer Fühllvsigkeit

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