gab ihm die trostreiche Versicherung: »Noch heule wirst du mit mir im Paradiese seyn.»
In den Mittagsstunden des ewig denkwür' digrn Tages verbarg sich plötzlich die Sonne, und eine schaudervollc Dunkelheit bedeckte die Erde; selbst der Messias fühlte schmerzlich diese Erscheinung, und er betete: «Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen!« Der Seufzer drang zum Ohr des allliebenden Vaters, und schnell verscheuchte das wohlthätige Licht die furchterregende Finsterniß. Mit Wiederkehr des er« steren, gewahrte der Erlöser seine Mutter, an der Seite seines Lieblings, des Johannes; und da das liebreiche Herz des göttlichen Sohnes der tiefgebeugten einen milden Tröster geben wollte, so sprach er zu ihr, indem er auf den Jünger hinblicktc: «Siehe dies ist dein Sohn,« und zu diesem gewendet sagte er: «Hier ist deine Mutter.« Johannes, den Sinn dieser Worte auffassend, befolgte freudig den Befehl, und war Mariens treue Stütze bis zu ihrem Tode. Nach einer Weile stöhnte Jesus: »Mich dürstet.» — Welch Labsal ward ihm aber zu Theil? ach kein frischer Trank; ein in Eßig eingetauchter Schwamm, wurde ihm dargereicht. Nachdem jede Verkündigung der Propheten eingetroffen war, endigten die Leiden des erhabenen Menschenfreundes; er fühlte seine Erlösung, und rief mit lauter
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