«L'ie Jpofvdtfjnt von Tannenhain, eine reiche Wittwe, war, obwohl selbst kinderlos, dennoch eine unbeschreib­liche Jugendfreundin. Wöchentlich einmal versammelte sie einen großen Kreis ihrer kleinen Bekannten um sich; dann war sie stets in ihrer Mitte, leitete ihre Spiele, und spendete ihnen mit herzgewinnender Freundlichkeit so viel des Guten, daß jedes der Kinder mit Leib und Seele an ihr hing, und die Gesellschaft im Tannenhain'schen Hause ein wahres Fest für die daran Theilnehmenden, so wie Pas Zurückbleiben davon die wirksamste Strafe für begangene Unarten war. Der froheste Tag im ganzen Jahr blieb jedoch der Christtag. An diesem bot die gute Frau Alles auf, ihre Lieblinge recht angenehm zu über­raschen. Sie beschenkte dieselben so passend und reichlich, daß der Jubel stets aufs Höchste stieg.

Die wünsche oder das (Cl)riftfcft.