das Mädchen, und eine wahre Seligkeit leuchtete aus ihren Augen, indem sie die Hand der Baronin mit Küssen bedeckte. Doch leztere sprach:
„Ein Andenken an diesen Abend mußt du doch erhalten;" und in einem dritten Zimmer empfing die tieffühlende Kleine eine reiche Bescherung. Manchem Wunsch, manchem Bedürfnisse, worüber sie sich nie anszusprechcn gewagt hätte, wurde hiedurch begegnet; und — was ihr Glück erhöhte — die Gespielinen gönnten ihrer Freundin die Belohnung ihrer edlen Gesinnungen und freuten sich innig mit ihr.
Erst spät verließen die Kinder die Wohnung ihrer Wohlthäterin, deren Güte zu verdienen sie sich Alle vornahmen. Besonders aber blieb es für Therese» eine süße Pflicht, die Wünsche der hochverehrten Frau zu erspähen, um zuweilen einen derselben erfüllen zu können.
Dieses Bestreben wurde anerkannt, und Therese konnte sich noch in später» Jahren und in jedem Verhältniß der ausgezeichneten Liebe der Hofräthin erfreuen.
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