so

wohncr des OrtS, der sich nur irgend einer ausgebreiteten Bekanntschaft rühmen konnte, wollte durch Briefe Kunde von dem Reichthum des Grafen, von der Liebenswürdig­keit seiner Gemahlin, von der Schönheit der beiden Töchter erhalten haben. Diese vorhergehenden Gerüchte hatten indessen nicht getäuscht, man fand bei näherer Bekanntschaft die so hochgespannten Erwartungen nur übertroffen, und man pries sich glücklich, das Graf Heildorf und seine Gattin durch ihre Gegenwart die geselligen Zirkel verschönerten. So gerne und freundlich indessen die Gräfin selbst Theil an den öffentlichen Ver­gnügungen »ahm, so sehr stritt es gegen ihre Grundsätze, ihre Töchter, die erst 9 und 11 Jahre alt waren, daran Theil nehmen zu lassen, ein unter der Aufsicht ihrer vortrefflichen Erzieherin unternommener Spazicrgang in den schönen Umgebungen der Stadt dünkte ihr eine dem Alter derselben angemessenere Erholung zu seyn, alö Ball und Concert. Darnach fühlten auch die einfachen Kinder keine Sehnsucht, wohl aber nach dem Umgänge mit einigen Gespieline» ihres Alters; und die Mutter, dies Verlangen billig findend, versprach ihre Mitwirkung zur

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Ausführung. Deshalb bat sie eines Tages, ganz ab­sichtslos scheinend, die Beamtenfrauen mit ihren Töchtern