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Die Lartofftln iit -er Sclialc.
Moritz Millner war ein verwöhntes Sdhnchen, besonders machte er viele Forderungen hinsichtlich der Befriedigung seines Gaumens. Als kränkliches Kind ward ihm in frühern Jahren bei jeder für ihn nicht geeignet scheinenden Speise etwas Besonderes gekocht, und die Nachsicht der Mutter begünstigte auch noch in spaterer Zeit diese üble Gewohnheit. Moritz, der kein Gemüse liebte, dem Kartoffeln ein Grauel waren, der sich nur mit Fleisch und Geflügel, Obst und Backwerk nähren wollte, verstand sehr gut, die mütterliche Schwäche zu nützen. Sah er nun bei seinen häufigen Besuchen in der Küche, daß ain Mittage Bohnen gekocht werden sollen, und klagte er, daß er diese nicht vertragen kdnne, so antwortete tröstend Frau Millner: „Beruhige dich nur, mein Sdhnchen, es kommt ja nur auf dich an, ob du welche essen willst, deinetwegen ließ ich noch Kalbsfüße backen, und übcrdieß kannst du dich mit Fleisch sättigen." Auch dieses speiste jedoch der Genäschige auf besondere Art, indem er jedes Häutchen, jedes Stückchen Fett sorgfältig absonderte, und den Rand seines Tellers damit belegte. Jeder Tischgcnosse, ja selbst die Dienstboten

