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weh — er zwang endlich Moritze», seine Abneigung zu bezwingen. Langsam griff er nach einem Erdapfel, mit finsterm Gesicht biß er hinein — doch wider Erwartung mundete ihm die fast noch nie gekostete Frucht, und bald war die zweite, dritte, vierte, ja selbst ein Stückchen Speck von ihm verzehrt worden. „Bravo, mein Sohn!" rief erfreut der Onkel, als der Knabe mit erheiterter Miene versicherte: die Kartoffeln seyen nicht so schlecht, als er gewähnt habe, und sogar der Speck wäre genießbar; er sey nun vollkommen gesättigt, und befinde sich sehr wohl darauf. „Wohl dir!" fuhr jener fort, „die Noth lehrte dich einen Fehler besiegen, der dir, da ihm unmöglich immer nachgegeben hätte werden können, noch viele trübe Stunden bereitet haben würde. Du hast dich nun einmal überzeugt, daß der Hunger die geringste Kost würze, und mußt du dich in Zukunft damit begnügen, so wird es dir leicht; glaube mir, du segnest noch die heute verzehrten Kartoffel» in der Schale." Der Onkel hatte recht. Nie mehr entäußerte sich der Knabe irgend einer Speise, und er fühlte sich stets gesund; stand jedesmal zufrieden vom Tische auf, und mancher Genuß ward ihm nun durch ein früher von ihm verachtetes Gericht zu Theil. Dankbar dachte er daher stets an das Abendessen in Wiesenau.

