entgegenstreben, und gewahrte ihm, wiewohl mit einiger Sorge, seine Bitte, gab ihn aber unter die Obhut jenes Bauern. Das Feuer wurde durch den Regen und schnelle Hülfe bald gelöscht, ohne daß es vielen Schaden angerichtet hatte. Desto nachtheiliger wirkte der plötzliche Schrecken auf die Bewohnerin des Hüttchens, die eine ehrwürdige Matrone war, und nun bewegungslos in ihrem Armstuhl saß. Bald erschien auch Frau Linden mit Julchen, und durch ihre Bemühungen erwachte die Alte aus ihrer Ohnmacht; sie reichte ihrer Wohlthäterin darauf ihre schwachen Hände, und dankte ihr unter Thränen für die ihr geleistete Hülfe. Dann blickte sie freundlich auf das Geschwisterpaar, das vor ihr kniete und sie mitleidig betrachtete. Nach und nach verlor sich die zur Rettung herbeigeeilte Menge. Julchen, ängstlich darüber, fragte: „ob denn jedermann die arme Frau verlasse, und sie die Nacht alleine zubringen müsse?" Gerührt über diese Aeußerung, erhob sich die Alte, nahm
aus einer Bibel zwei kleine gemalte Bilder, und gab sie August und Julchen mit den Worten: „dies ist alles, was ich euch zum Andenken an mich und aus Dankbarkeit für eure menschenfreundlichen Gesinnungen geben kann. Ich habe die Küpserchen einmal von einem braven und

