„Das glaube ich auch," versetzte Aurelia; „wie kannst du nur denken, daß Kinder, welche Jahr aus, Jahr ein in dieser Einöde leben, sich mit unS gescheid vertragen können. Aber — horch! was hör ich? das kommt vom Pfarrhause."
Sie blieben stehen, den» wirklich von daher erscholl ein trefflicher Gesang, von lieblichen Kinderstimmen vorgetragen, welchen ein tiefer Baß, und das Spiel auf einem Fortepiano begleitete. „Ach, wie schön, wie herrlich!" flüsterten sich die Geschwister zu, und noch, als jener schon lange verstunimt war, konnten sie sich nicht von dieser Stelle losmachen, sondern hefteten auf die mit mancherlei Blumenstöcken verzierten Fenster der Pastors-Wohnung ihre Blicke. Da kamen Otto und Röschen ins Gartcheu am Hause, bemerkten die Fremden, näherten sich ihnen bescheiden und grüßten sie
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freundlich. Bald war ein Gespräch Mischen den Kindern im Gange, und Ludwig und Aurelia nahmen die Einladung der von ihnen so oft Verschmähten, in ihren Garten zu kommen, gerne an, ließen sich zu den kleinen Beeten jener führen, erhielten von ihnen ein Strauschen der niedlichsten Blümchen, und horchten aufmerksam, als ihnen Otto und Röschen mit herzlichem Geplauder

