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ihre Flügelchcn entfalten und ihm nachfliegen, aber erst am Morgen wird sie ihn wiederfinden. Nicht wahr, euch jammert das arme Kind ( — Schützt sie nur einst, und haltet den Bruder fest, daß er ihr nicht entfliehe.
Der andere Knabe, der seine Locken mit Epheu durchwunden, und, komisch genug, ein Tiegcrfell über die kleinen Schultern geworfen hat, als wolle er Held spielen, wie ihr oft Soldaten spielt, er heißt Libcr. — Ei! höre ich euch rufen, ihr fleißigen Knaben: „Ei! das ist ja ein gar schöner Name! über heißt auf lateinisch ja das Buch, oder eS bedeutet auch: frei!" — Ihr habt Recht. Drum, wenn ihr den Knaben einst seht, und er euch zulächelt, so denkt nur vor allen Dinge» an die schönen Bedeutungen seines Namens. Dürft ihr aber das Buch nach regem Fleiße endlich aus der Hand legen, oder fleht ihr nach einem ernsten heiligen Kampfe frei da, und könnt das Fell des besiegten Tiegers froh und stolz um eure Schultern hängen, dann mögt ihr dem Knaben folgen, wenn er euch winkt, und euch von seiner Schwester Hebe die Schaale mit Most zur Stärkung füllen lassen.
Mehr kann ich euch von den Kindern jetzt nicht erzählen; wenn ihr aber einst erwachsen seyn und sie selbst gefunden und liebgewonnen haben werdet,

