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dir Stadt, in welcher Karl sein Hoflager hielt. Ein großes, erhabenes Gebäude, das sie für die Wohnung des Frankenkönigs hielten, zog ihre Blicke auf sich, und da sie die Pforten desselben weit ge­öffnet, und viele Menschen hineingehen sahen, zö­gerten auch sie nicht, und folgten. Aber sie tra­ten nicht in das Haus des Königs, sondern in das Haus Gottes, in die Kirche, und erblickten hier den gewaltigen Karl, den sie sonst nur in der Kam- pfeswuth mit dem rauchenden Schwerte in der Hand gesehen, in tiefer Andacht und Demuth und in ein­fach schmuckloser Kleidung mit vielen fränkischen Edlen vor dem Altare kniend, wo eben das Abend­mahl ausgetheilt wurde. Da ahneten sie bald, wo sie waren; doch hier stand kein blutiger Opfer-Al­tar, hier tönte nicht das Lodrsächzen unglücklicher Schlachtopfer, nicht das Beschwörungsgcschrci wü­thender Priester; jede Leidenschaft schien daheim ge­blieben, und der heilige Frieden unzerstörbar, der

hier in seiner Wohnung alle umfing.-Wit-

tckind und Alboin wurden tieferschüttert; ihre stark fühlenden Herzen ahneten, daß der unsichtbare Gott der Christen ihnen näher stehe, als ihre Götzen, und als die Andächtigen alle auf ihre Knie sanken, zog auch sie der wahren Andacht stille Allgewalt in den Staub nieder.

Als der Gottesdienst beendigt war, verließen sie schweigend die Kirche, und gesellten sich zu einer