5Jes Mädchens ©äste.

Der Mode öffn' ich nicht die Thür,

Ich kann sic wohl entbehren!

Sie würde nur vergebens mir Des Fleißes Frucht verzehren!

Nein, nein, sic geh' zur Asscmblsez Dort sollen Stutzer ihr beim Thee Die goldnc Schleppe tragen.

Doch horch! Was klopft von Neuem an?. Bald hätt' ich diesem Poche»

Vorschnell die Thüre aufgcthan.

Von süßem Flehn bestochen.

Ein Stimmchcn, glcißncrisch und fein,

Dringt mir in Ohr und Herz hinein,

Hell, wie Sircnentönc.

Mach' auf! Ich bin ein feiner Gast Von angenehmen Sitten,

Und war, wenn scheinbar auch gehaßt,

Doch immer gern gelitte».

Das Antlitz trag' ich selten frei;

Verschleiert weiß die Schmeichelei Stets Herzen zu besiegen."

O weh! Hinweg von meinem Ohr,

Hinweg von Herz und Sinnen!

Geschwind noch einen Riegel vor.

Der Argen zu entrinnen!

Fort, falsche Schone! Nimmer giebt Dir Heimath, wer die Wahrheit liebt.

Und Glcißnerci verachtet.