Glaube. Cifbc, Hoffnung. 48

lichc Meister hierdurch andeute», daß des Staubes Kind noch nicht würdig sei des freien Aufschwungs nnd der seligen Freu­den im Gebiete des Lichts?"

Da stieg aus dem nahen Gebüsche ein Adler empor, durchschnitt mit breiten Schwingen die Luft und verschwand dann in der sonnigen Höhe. Und die Engel erblickten ihn, und begannen von Neuem:Siehe den Vogel des Gebir­ges! Ist er nicht freier und begünstigter, denn der Herr der Erde? Und wird dieser dem Glücklichen ohne Neid nachzu­blicken vermögen in die sonnigen Regionen?"

Laßt uns,"" rief einer der Engel, dessen Antlitz so mild wie der Himmel und schön wie die Morgenröthe leuch­tete:Laßt uns vor Jehovah treten und für den Menschen bitten, daß er gleich uns das Geschenk der Freiheit erhalte nnd nicht an den Boden gefesselt sei, wie die Thiere des Wal­des und das niedere Gewürm.""

Ja, wir wollen zu den, göttlichen Meister, er wird uns erhören!" rief der Dritte, das selige Auge erhebend; und dahin schwebten die Engel auf den Fittigen des Morgcnlichts.

Als aber Jehovah der Engel Fürbitte vernommen, ruhte sein göttliches Auge mit Wohlgefallen auf den freundlichen Lichtgcstaltc», die also in liebender Sorge erglühten für den jungen unmündigen Menschen.

Ihr begehrt für den Sohn des Staubes der Lichtbc- wohncr seliges Loos," sprach Jehovah,aber noch liegt der Freiheit Glück außer den Grenzen seiner Kraft! Ihn für dieses zu erziehn, sein Herz für Eure Freuden zu bilden, ist die Aufgabe seines Daseins, und die Sehnsucht »ach diesen:, ihm noch versagten Glück, das Band, welches ihn an die Gcisterwclt knüpft. Aber wollet Ihr, die Ihr des Neu- crschaffencn mit so sorgender Liehe gedenket, ihm, wenn seine