jfflfr LhriSbaum. 73
Auf dem stützenden Gestelle Steht der Baum in seinem Glanz,
Frohe Strahlen, licht und helle,
Spielen in der Zweige Kranz.
Stellt das grüne Reis Still in unsern Kreis!
Frisches Grün in kalte» Tagen Soll von hcikrcr Hoffnung sagen!
Was gleicht der unschuldsvollen Freude,
Wenn in des Winters Glanzgcschmcide Erscheint die süße Weihnachtszeit?
Wenn am gcheimnißvollen Schreine Die Mutter heimlich und alleine Verweilt in stiller Acmsigkcit?
Von der Ncugier Qual getrieben.
Irrt der Knabe durch das Haus;
Nach dem streng verwahrten Zimmer,
Der gcheimnißvollen Werkstatt,
Sendet er die Blicke aus.
Heimlich schleicht er Bei des Abends crstcni Düster An die fest vcrschloss'nc Thür.
Horch, welch' seltsames Geknister!
Welches Duften, welches Rauschen,
Welches Blinken für und für!
Durch das Schlüsselloch behende Sendet er den kühnen Blick,
Preßt den Athem streng zurück.
Siebt und lauscht

