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Seht, es will der Herr uns laben Mit der Freude Sonnenschein!

Von des Baumes Höh'n Laßt ihr Banner wch'n:

Daß es des Bedrängten Schritte Leite heut in unsre Mitte!

Wem schlüge nicht bei fremden Leiden Ein Her; in der bewegten Brust?

Wer ist sich bei des Wohlthuns Freuden Des reinsten Segens nicht bewußt?

Das Kind empfindet schon die Triebe Des Mitleids bei des Elends Flehn,

Es bricht sein Brot in frommer Liebe,

Läßt hungrig nicht den Bettler stehn.

Die Jungfrau fühlt bei fremden Thränen Ihr weichgcschaffnes Herz bewegt,

Sie weiß, umsonst nicht ward dies Sehnen Nach Wohlthun in ihr Herz gelegt.

Sie sinnt, wie sie die kleine Gabe Verdoppeln könne, prüft mit Schmer;

Die so geringe, eigne Habe Und wicdcruni das volle Her;.

Da fällt ihr ein, wie Eltcrngütc Sie manche seine Kunst gelehrt.

Des Fleißes still gepflegte Blüthe Erscheint ihr heut in höhcrm Werth.

Und sich', da ist der Schatz gefunden.

Aus dem sie freudig schöpfen kann!

Mit jeder ihrer Feierstunden Bricht nun ein neues Fest heran.