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dürfen, da ich bereits Beweise Eures Wohlwollens empfangen."" — „ „Ucberdieß,"" flüsterte er leise Frau Gertrud zu, „„übcrdicß kam es mir für Einen, der in der Gunst holder Jungfrauen gern vorwärts schreiten will, nicht unpassend vor, wenn er heut' im Vorübergehen bei Euch einspräche, und allerlei Kleinigkeiten, so sich besonders für die liebliche Agnctc eignen, ihren schönen Händen bereits an diesem Tage anvertraute, obwohl mir das Neujahrsfest zu solcher Kurzweil passender dünken mag."" — „„Aber,"" unterbrach er heftig seine
wohlgcsctztc Rede, „„wer ist denn der junge Bursche da, der mit Eurer Enkelin so vertraulich schwatzen darf?""
„Es ist Gotthold, der redliche Freund unsers Hauses," bedeutete ihn Frau Gertrud.
„„Fürwahr, es ist mir höchst unlieb, heute Gäste bei Euch vorzufinden!"" grollte der Juwelier. „„Wo ich einspreche, bin ich gern ohne fremde Zeuge», zumal wenn ich einen so bedeutenden Verrath von Prcziosc» bei mir führe, als eben heut!""
„Ei, ei!" cutgcgncte Frau Gertrud, sichtlich verletzt: „Wen ich in meinem Hause aufnehme, der sollte bei Euch keinen so schimpflichen Verdacht erregen! — Oder seid Ihr der Meinung, daß ich mit meinem Vertrauen zu voreilig bin? Euch gegenüber könnte ich mich freilich über diesen Punkt nicht völlig rechtfertigen."
„„Nun, nun, nehmt ein flüchtiges Wort nicht so nn- frcundlich auf!"" gab der Fremde zurück. „„Das Knabengesicht soll mich weiter nicht stören; — und wenn Ihr mir nur vergönnt, an der Seite Eurer holdseligen Enkelin ein >vc- nig auszuruhen, und ein kurzes trautes Gespräch mit ihr zu pflegen, so denke ich tvohl, den Platz zu behaupten und nicht umsonst gekommen zu sein!""

