gewendet, und den unansehnlichen Gast mit verächtlichen Sei­tenblicken messend.

Würdet Ihr einem Greise das gewünschte Obdach an solchem Winterabend versagen?" cntgegncte die Hausfrau, un­willig aufstehend.Rückt immer näher zum Ofen, Alter!" ftihr sie fort, und begann ihn liebreich auszufragen, während Gotthold und Agnete freudig herbeikamen; sie hatten den Alten aus dem Walde erkannt, und begrüßten ihn mit herzlichen Worten.

Ei, bin ich doch zufällig hier unter lauter Bekannte gerathen!" entgcgnetc das Nußmännlein, indem seine Blicke behaglich im Kreise umherliefen. Nun, da kann man sich wohl ein Stündchen Ruhe vergönnen, zumal am heiligen Abend, wo Alles so hübsch friedlich und fröhlich bcisammensitzt." Aber, gestrenger Herr Marccllus, wie kommt Ihr denn eigentlich hierher?" plauderte der Alte weiter, den Fremden mit freundlichem Kopfnicken ansprechend. Glaubte Euch

ruhig daheim bei Frau und Kindern, wie andre ehrliche Fa- milienvätcr am heutigen Festabend pflegen! Statt dessen treibt Ihr Euer Wesen auf den Berghöhcn, und stöbert in meinem Maricnthal herum, als wolltet Ihr für Euren Gau- nicn hier etwas ganz Besonderes ausspüren!"

Jgr»etk. oder die goldnen Nüsse. 109

Verstattet, ich bitte Euch," rief der neue Gast mit hei­serer Stimme,verstattet, nur einen Augenblick mich an Eurem Ofen wärmen zu dürfen I" und mühsam weiter hinkend, hatte er schon an demselben Platz genommen, bevor noch die über­raschte Frau Gertrud ihm zu antworten im Stande gewesen war.

Ist Eure Hütte ein Wirthshaus geworden, worin Jung und Alt nach Belieben ein- und ausgehen'und verkeh­ren mag?"" fragte der Juwelier, spöttisch zu Frau Gertrud