1 12 Igntit, oder bis goldnen Hoffe.

treibt ihn hinaus, aus dem friedlichen Gebiet, und kehret dann gereinigt zum Meister zurück!"

Da begann ein Zischen und Knistern im Gemach, als zöge ein unsichtbares Heer von Kobolden mit leisem Hohn­lachen durch dasselbe. Der Fremde wollte sprechen, aber es waren nur undeutliche Laute, die er herauszustoßen vermochte. Dabei sah es aus, als dränge ihn eine unwiderstehliche Ge­walt nach der Thür, und durch dieselbe weiter hinaus und

immer weiter. denn ehe »och Frau Gertrud die Wasser-

kufe hcrbeibringen konnte, um den Brand seines Mantels zu löschen, schritt die riesenhafte, zum leuchtenden Meteor verwan­delte Gestalt schon rasch an den Fenster» draußen vorüber, und pfeilschnell in die rauhe Winternacht hinaus, wo sie, einen Bergpfad hinabgleitend, bald darauf in der Tiefe verschwun­den war.

Alle hatten sich aus Fenster begeben.Heiliger Goet!" rief Frau Gertrud, im Nachschauen ganz erstarrt,die Flam­men müssen den Unglücklichen ja zuletzt ohne Rettung verzehren."

Ei,"" lachte Gotthold, ,,>vas kann es denn weiter sein, als der leicht entzündliche Luftstoff, der sich in der kalten Dcccmbernacht a» seine Gewänder gesetzt. Solche Flammen leuchten, ohne zu brennen! Ucbrigens empfahl er sich just zur rechten Zeit; ich hätte wohl sonst dem argen Betrüger mit Eurer Erlaubniß »och unsanfter die Thür gewiesen!"

Aber,"" flüsterte Agnete fast furchtsam,hast Du nicht gesehen, wie die Flämmchen offenbar ja aus den Stei­nen hcrvorzucktc»? Es ist mir ganz unheimlich zu Muth nach dem, was meinen Augen soeben begegnet, ich habe kaum das Herz, mich nach dem Nußmännlein umzusehen."" Unwillkürlich wandte sich bei diesen Worten der Geliebten Gotthold nach dem Alten um; aber der Platz am Ofen