Schweflerliebe. [43

Wie man der Zukunft dicht umhüllten Tagen Mit wechselnde»« Gefühl entgegengeht.

Wie bald Vertrauen uns, bald banges Zagen, Bald frohe Ahnung uns zur Seite steht,

Wie sich die Blicke schüchtern vorwärts wage», Wenn leise Hoffnung unsern Muth erhöht. Versuchend, von dem tiefverhüllten Leben Den räthsclhaftcn Schleier aufzuheben:

So blickten jetzt durch dicht vcrschlung'nc Ranken Zum dunklen Ziel die Freunde muthig hin.

Oft stiegen fremde, zweifelnde Gedanken,

Bald frommer Glaube auf in ihrem Sinn,

Den Bildern gleich, die in den Wellen schwanken, Wenn zitternd sie am bunten Ufer zieh»;

Man weiß es nicht, ist's Wicderschcin der Anen, Sinds Wolkcnschatten, die wir flüchtig schauen.

Kaum wagen sie, die Bilder jener Stunde Als Wirklichkeit sich selber zu gesteh'», llnd doch bekennen sie mit gleichem Munde,

Was sie gehöret, was sie klar gcsch'n.

Es war gewiß, in räthselhaftem Bunde Sah'n sie sich mit verborgnen Geistern steh'»;

Jetzt galt's, die blaue Blume aufzufinden,

Um selber sich des Zaubers zu entbinden.