des Könrgs abermallgem Begehren, mit seinen Gesellen zum Walde hinaus und befahl ihnen, als der Forst erreicht war, draußen zu bleiben. Deß waren die Jäger gar herzlich froh und zufrieden, denn das Wildschwein hatte sie schon öfter dermaßen empfangen, daß ihrer viele das Wieder­kommen auf innner vergessen hatten, und sie alle nicht mehr begehrten, ihm nachzustellen, dankten daher dem Schneider sehr aufrichtig, daß er sich allein in die Fährnis wage und sie in Nummero Sicher dahinten lasse. Der Schneider war noch nicht lange in den Wald getreten, so wurde das Wild­schwein seiner ansichtig und stürzte auf ihn zu mit schäu- mendemRachen und wetzenden Hauern und wollte ihn gleich zu Boden rennen, so daß sein Herz erzitterte und er sich schnell nach Rettung umsah. Da stand zum Glück eine alte verfallene Kapelle in dem Walde, darin man vorzeiten Ablaß geholt, und da der Schneider nahe dabei stand und die Kapelle ersah, sprang er mit einem Satz hinein, aber auch der Thüre gegenüber mit einem Luft­sprung durch ein Fenster, darin keine Scheiben mehr waren, wiederheraus, und alsbald folgte ihm die Wildsau, die nun in der Kapelle rumorte; der Schneider aber lief flugs um das Häuslein herum, wischte vor an die Thüre, warf sie eilends zu, und ver- t sperrte so das grausame Gewild in ' das Kirchlein, ging dann hin zu den ' Jagdgesellen, zeigte ihnen seine That an, die kamen hin, befanden die Sache also wahr und richtig, und ritten heim mit großer Verwun-